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Aktuelles

Gas-Flüssig-Reaktionen besser verstehen mit dem Mikrofallfilmreaktor

29.04.2020 -

Ist alles richtig eingestellt? Eine letzte Prüfung, bevor die Messungen beginnen: In den Laboren der Fakultät Verfahrens- und Systemtechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden auch in Zeiten von Corona, unter strenger Einhaltung der Hygienemaßnahmen, täglich Messungen durchgeführt. Frau Dr. Hecht vom Institut für Apparate- und Umwelttechnik hat gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe den sogenannten Mikrofallfilmreaktor entworfen und gefertigt, um chemische Reaktionen zwischen Gasen und Flüssigkeiten zu untersuchen und die Größe der Grenzfläche messen zu können. In den Mikrofallfilmreaktor fließt eine Flüssigkeit entlang eines vertikal gespannten Drahtes in ein Reservoir am Boden der Apparatur, gemessen wird so die Größe der Grenzfläche zwischen der Flüssigkeit und des umgebenden Gases. Diese ergibt sich aus dem Durchmesser des Drahtes und der Dicke des Flüssigkeitsfilms. Die Größe der Grenzfläche zwischen Gas und Flüssigkeit ist also wichtig, um die Geschwindigkeit der chemischen Reaktion zwischen Gasen und Flüssigkeiten messen und beeinflussen zu können. Eine eigentlich langsame Reaktion kann zum Beispiel schnell gemacht werden, wenn man ihr viel Fläche anbietet.

Dr. Hecht in ihrem Labor an der Uni Magdeburg (c) Jana Dünnhaupt_Uni Magdeburg

Dr. Hecht in ihrem Labor an der Uni Magdeburg (Foto: Jana Dünnhaupt / Uni Magdeburg)

Im Moment untersucht die Arbeitsgruppe Hecht zusammen mit anderen Arbeitsgruppen in Berlin, Dortmund, Darmstadt und Karlsruhe eine technisch wichtige Gas-Flüssig-Reaktion: Die reduktive Aminierung von Undecanal mit Diethylamin und Wasserstoff zu einem wichtigen Zwischenprodukt bei der Herstellung von waschaktiven Substanzen. Die reduktive Aminierung ist eine der vielen chemischen Zwischenreaktionen, die nötig sind um aus Rohstoffen (entweder aus Erdöl oder nachwachsenden Rohstoffen) waschaktive Substanzen herzustellen, die wiederrum wichtige Komponenten z.B. in Wasch- und Reinigungsmitteln sind, die uns täglich begegnen.

Das Ziel der Wissenschaftler ist es Gas-Flüssig-Reaktionen besser zu verstehen und so Herstellungsverfahren in der Industrie effizienter zu gestalten. Tatsächlich finden viele industriell wichtige Reaktionen zwischen Gasen und Flüssigkeiten statt. Es ist allerdings sehr schwierig diese zu einer chemischen Reaktion zu bringen. Jeder kennt das Phänomen von aufsteigenden Gasblasen in Flüssigkeiten. Darum forschen Wissenschaftler in ihren Laboren an geeigneten Reaktoren, durch die beispielsweise größere Gasblasen in kleine zerteilt werden, diese steigen langsamer an die Oberfläche, was mehr Zeit für eine chemische Reaktion bedeutet.

Das Labor ist an der Universität ein typischer Arbeitsplatz: Hier werden unter kontrollierten Bedingungen Experimente, Prüfungen und Messungen von Wissenschaftlern und Studierenden durchgeführt und so wichtige Beiträge zur Forschung geleistet. Der Welttag des Labors, am 23. April, soll so auch in Erinnerung rufen, dass ohne die aufwendigen Untersuchungen und Neuentwicklungen unsere heutige Welt nicht denkbar wäre und Labore stets Orte der Innovationen waren und sind. Viele Studierende verbringen den Großteil ihrer Zeit im Studium in Laboren an der Uni Magdeburg, so auch Studierende der Verfahrenstechnik. Sie lernen von ihren Dozenten, wie zum Beispiel Frau Dr. Hecht, die Erforschung, Entwicklung und technische Durchführung von Prozessen kennen, in denen Stoffe nach Eigenschaften und Zusammensetzung verändert werden, um z.B. Feinchemikalien, Lebensmittel oder neue Materialien herzustellen. Sie lernen verschiedenste Techniken zur mechanischen, thermischen, chemischen und biologischen Stoffumwandlung kennen und anzuwenden und können so nach ihrem Studium wichtige Beiträge dazu leisten, zum Beispiel Herstellungsverfahren in der Industrie effizienter und nachhaltiger zu gestalten.



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Erste Cotutelle-Promotionsverteidigung per Videokonferenz an der FVST

29.04.2020 -

Die veränderten Umstände für Forschung und Lehre erfordern neue Arbeits-, Lehr- und Prüfmethoden. Davon bleiben auch Promotionsverteidigungen nicht ausgenommen.

 Erstmals konnte ein Doktorand an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik im Rahmen eines Promotionsverfahrens in „Cotutelle internationale“ per Video-Konferenz seine Promotion verteidigen.

 Zweitprüfer der Université Grenoble-Alpes und der École Navale in Brest aus Frankreich wurden per Bild nach Magdeburg zugeschaltet, denn ohne die Technik hätte sich die Promotion wahrscheinlich um mehrere Monate verzögert.

 Im Regelfall treffen sich Doktorandin oder Doktorand, eine mehrköpfige Prüfungskommission sowie interessierte Gäste in einem geeigneten Seminarraum. Sie folgen der Präsentation der Ergebnisse einer Promotion, diskutieren diese anschließend intensiv und kritisch und bewerten sie (nicht-öffentlich).

 Die Mitglieder der Prüfungskommission kommen sowohl von der Heimatuniversität des Doktoranden/der Doktorandin als auch von anderen Forschungseinrichtungen. Nicht selten reisen die Prüfer/innen dabei von nah oder fern an.

So läuft eine Promotionsverteidigung im Regelfall ab.

 Doch das Social Distancing während der Corona-Krise lässt dieses Vorgehen, bei dem sich mehr als zwei Personen in einem Raum zusammenfinden, nicht mehr zu.

 So verteidigte Stefan Hoerner Ende März seine Dissertationsschrift zum Thema „Characterization of the Fluid-Structure Interaction on a Vertical Axis Turbine with Deformable Blades“ mit Auszeichnung. Co-Betreuer und Gäste loggten sich aus dem jeweiligen Homeoffice in Frankreich in die Live-Webkonferenz ein. „Was bisher unmöglich erschien, ist in Zeiten von Corona einfach normal“, freut sich Doktorvater, Prof. Dominique Thévenin.

 In den nächsten Tagen verteidigen weitere DoktorandInnen der FVST ihre Promotionen auf diesem Weg.

 Nach den positiven Beispielen ist es nun geplant, die Möglichkeit solcher Prüfungen künftig auch in die Promotionsordnung der Fakultät als Ausnahmefall aufzunehmen.

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Wissenschaftler am Max-Planck-Institut Magdeburg erhalten 1,1 Millionen Euro Förderung zur Etablierung von Verfahren zur kontinuierlichen Produktion viraler Vektoren für die Gentherapie

17.04.2020 -

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut Magdeburg erhalten 1,1 Millionen Euro Förderung zur Etablierung von Verfahren zur kontinuierlichen Produktion viraler Vektoren für die Gentherapie

 In der Gentherapie werden häufig biotechnologisch hergestellte Viren als Transport-Vehikel genutzt, um genetisches Material in geschädigten Körperzellen auszutauschen.

Dr.-Ing. Felipe Tapia und Dr.-Ing. Pavel Marichal-Gallardo, Wissenschaftler der Forschungsgruppe Bioprozesstechnik am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, promovierten 2019 an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg,  und entwickelten das erste vollständig kontinuierliche System, um solche viralen Vektoren zu produzieren.

Sie erhalten nun eine Förderung von ca. 1,1, Millionen Euro, um ihr Projekt weiterzuentwickeln – mit dem Ziel einer Firmenausgründung.

Das Spin-Off Projekt ContiVir startete am 1. Oktober 2019 und wird für zwei Jahre über das EXIST Forschungstransfer-Programm, die Europäische Union, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Max-Planck-Gesellschaft gefördert.

Das Projekt wird in den Laboren des Max-Planck-Instituts Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Lehrstuhl für Bioprozesstechnik, durchgeführt.

 

Mehr Informationen: www.contivir.com

 

Quelle: Pressemitteilung des MPI Magdeburg vom 16.04.2020

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Verleihung der Bezeichnung „außerplanmäßiger Professor“ an PD Dr.-Ing. habil. Gábor Janiga (FVST)

20.03.2020 -

Der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Jens Strackeljan, überreichte am 30.01.2020 die Urkunde zur Führung der Bezeichnung „außerplanmäßiger Professor“ an Herrn PD Dr.-Ing. habil. Gábor Janiga.

Die Fakultät gratuliert ganz herzlich!

Dr. Gabor Janiga

 

Zur Person

PD Dr.-Ing. habil. Gábor Janiga (Jahrgang 1975) absolvierte von 1993 bis 1998 ein Informatikstudium an der Universität Miskolc in Ungarn. Anschließend promovierte der 2002 an der Universität Miskolc zum Thema „„Berechnung von zwei-dimensionalen turbulenten Strömungen in geraden und gekrümmten Kanälen“ mit dem Prädikat: „summa cum laude“.

Im Zeitraum von 2002 bis 2003 setzte Herr Dr. Janiga als wissenschaftlicher Mitarbeiter seine erfolgreichen Arbeiten auf dem Gebiet der Strömungssimulation an der Universität Siegen fort.

Seit 2004 ist Herr Dr. Janiga wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Otto-von-Guericke-Universität. Seit 15 Jahren leitet er die Arbeitsgruppe „Numerische Strömungsmechanik/Computational Fluid Dynamics“. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit der Problematik der Kopplung der Strömungssimulation mit Optimierung und mit hämodynamischen Simulationen.

2009 erhielt er für seine Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Hämodynamik den Forschungspreis für Grundlagenforschung des Landes Sachsen-Anhalt.

Im Jahre 2011 habilitierte sich Herr Dr. Janiga an der FVST der Otto-von-Guericke-Universität mit einer Arbeit „Flow Optimization using Computational Fluid Dynamics“ und erwarb die Venia Legendi für das Fachgebiet „Numerische Strömungsmechanik“. Seit dieser Zeit erbringt er kontinuierlich wichtige Beiträge für das Lehrangebot der FVST in den Studiengängen Chemical and Process Engineering (LV: Computational Fluid Dynamics) und Verfahrenstechnik (LV: Numerische Strömungsmechanik). Bei den Lehrevaluationen bekommt er regelmäßig sehr gute Bewertungen.

Herr Dr. Janiga betreute über 60 Diplom- und Masterarbeiten erfolgreich; drei DoktorandInnen haben unter seiner Betreuung erfolgreich an der FVST promoviert.

2013 unterrichtete er 6 Wochen als Gastprofessor an der Technischen Universität Lappeenranta (Finnland) über Pre- und Post-Prozessing der Strömungssimulation.

Im Rahmen des BMBF-finanzierten Forschungscampus „Solution Centre for Image Guided Local Therapies (STIMULATE)“ ist er Direktoriumsmitglied und leitet die Arbeitsgruppe "Hämodynamik und Tools".

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Letzte Änderung: 18.05.2020 - Ansprechpartner: Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Manuela Dullin-Viehweg