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Aktuelles

Neues Dekanat der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik

22.10.2020 -

Der Fakultätsrat hat auf seiner Sitzung am 01.09.2020 ein neues Dekanat gewählt.

Herr Prof. Dr.-Ing. habil. Dominique Thévenin wurde für weitere 2 Jahre in seinem Amt als Dekan der Fakultät bestätigt.

 

Als Stellvertreter wurde ebenfalls für 2 Jahre Herr Prof. Dr.-Ing. habil. Evangelos Tsotsas bestätigt. Neue Studiendekanin ist ab 01.10.2020 Frau Prof. Dr. rer. nat. Franziska Scheffler, die den langjährigen Studiendekan, Prof. Dr.-Ing. Eckehard Specht, ablöst.

 

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Moleküle nach Maß

22.10.2020 -

 

disorazol

Bildunterschrift: Prof. Dr. Schinzer, Luca Lizzadro und Dr. Oliver Spieß mit dem Modell des Disorazol-Moleküls

 

Chemikern der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist es gelungen, mit einem hocheffektiven Verfahren den in der Natur vorkommenden Wirkstoff Disorazol nachzubauen. Das von – überall vorkommenden – Myxobakterien produzierte Disorazol hemmt nachgewiesenermaßen erfolgreich die Teilung menschlicher und tierischer Zellen. Es ist aber in der Krebstherapie nicht einsetzbar, da es zu aktiv und unselektiv agiert, wodurch auch gesunde Zellen den Zelltod erleiden.

Die dem Chemikerteam Prof. Dieter Schinzer, Dr. Oliver Spieß und Luca Lizzadro gelungene künstliche Herstellung von Disorazol kann als Grundlage dienen, den Wirkmechanismus des Moleküls künftig so zu modulieren, dass er zielgerichtet Tumorzellen angreift und damit als Entwicklungskandidat in der Krebstherapie geprüft werden kann. Die Herausforderung bei der Modulierung besteht darin, das Molekül so zu verändern, dass es zunächst an ein bestimmtes Protein andockt, einen Antikörper, und damit zielgerichtet zum Tumor geführt werden kann. Anschließend wird der Wirkstoff freigesetzt und hemmt dann selektiv die Teilung kranker Tumorzellen. Die Apoptos, kann dann künftig nur dort ablaufen, wo er angestrebt wird.

In der Chemie bezeichnet der Begriff Synthese den Vorgang, bei dem aus einzelnen Bausteinen eine neue Verbindung beziehungsweise aus einfach gebauten Verbindungen ein komplexer neuer Stoff entsteht. Im Gegensatz zu einer Mischung können aus einer synthetisierten Verbindung die Ausgangsstoffe nicht wiedergewonnen werden.

Den Wissenschaftlern vom Lehrstuhl für Organische Chemie gelang es, innerhalb von weniger als 24 Monaten das Disorazol-Molekül synthetisch herzustellen. „Wir sind nicht die ersten, denen das gelungen ist, schon in früheren Versuchen konnte Disorazol synthetisiert werden“, so Lizzadro, der das Verfahren maßgeblich im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt hat. „Aber der Prozess war immer langwierig und komplex und die Ausbeute gering. Mit unserem Verfahren wurde der Synthese-Ansatz optimiert. Das macht eine hocheffiziente Herstellung mit einer großen Gesamtausbeute möglich“, ergänzt Schinzer.

Der neue Syntheseansatz der Magdeburger Wissenschaftler war, durch robuste aufeinanderfolgende Reaktionen die einzelnen Molekülbausteine Schritt für Schritt aufzubauen und anschließend durch effiziente Verfahren zu einem Gesamtgerüst, einem Gesamtmolekül zu kuppeln. „Man versucht zuerst, durch eine theoretische Analyse das Zielmolekül in einfache Bausteine zu zerlegen“, erklärt der Chemiker Schinzer, die Vorgehensweise bei der Synthese. „Das führt dann bis an den Punkt, an dem es um sehr simple Substanzen geht, die man oftmals sogar kaufen kann.“

Die eigentliche Herausforderung bestehe im zweiten Schritt allerdings darin, die Synthese, also den umgekehrten Weg von chemischen Reaktionen von den einzelnen Bausteinen hin zum Zielmolekül, dann wirklich im Labor durchzuführen. „Da die Bausteine immer komplexer werden, klappt es häufig nicht mehr mit theoretischen Vorhersagen, dann wird es kompliziert, da bestimmte Umwandlungen und Reaktionen von Molekülbausteinen, die man sich ausgedacht hat und die vielleicht auch in der Literatur beschrieben sind, einfach nicht funktionieren, da andere Teile im Molekül zerstört werden. Man braucht dann einen langen Atem.“ Alternativstrategien werden dann solange entwickelt, bis man endlich versteht, was im Einzelnen passiert.

Die bislang veröffentlichten drei anderen Synthesewege konnten nur sehr geringe Mengen des Naturstoffs erzeugen, so Schinzer, und eigneten sich daher wenig für eine breit angelegte biologische Testung dieser hoch aktiven Substanz und deren synthetischer Derivate.

Die Wissenschaftler haben die Synthese von Disorazol bereits beim Europäischen Patentamt angemeldet.

Quelle: OVGU

Bildquelle: OVGU, Jana Dünnhaupt

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Glasbläser für die Wissenschaft

05.10.2020 -

Seit einem Jahr arbeitet Dominik Roth als Glasbläser für die Uni Magdeburg und repariert oder fertigt Glasgeräte.

Dominik Roth steht gerade an seiner Werkbank und holt aus einer Kiste ein Laborglas heraus, an dessen Ende ein kleiner Riss ist. Wenn es Roth nicht gäbe, würde der Behälter nun in die Wertstofftonne wandern und im Neueinkauf 70 Euro kosten. „Ich kann es aber reparieren“, sagt der 25-Jährige und macht damit deutlich, wie wertvoll seine Arbeit ist. Roth ist Glasbläser und arbeitet seit knapp einem Jahr im Sinne der Nachhaltigkeit und im Dienst der Wissenschaft am Institut für Chemie der Uni Magdeburg.

Der Handwerker repariert alle möglichen Arten von Glasgeräten oder fertigt diese nach den Wünschen der Professoren und wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter an. „Seine Arbeit ist sehr wichtig und wir sind auf ihn angewiesen“, sagt Professor Dr. Dieter Schinzer, Geschäftsführender Direktor am Institut für Chemie. Für Roth ist das ein Traumjob. „Die Arbeit ist sehr vielseitig und man muss den Kopf benutzen“, sagt der junge Glasbläser. „Oft kommen Professoren oder Doktoranden mit einem Problem, das ich dann lösen muss.“

 

Potenzial für Kosteneinsparungen

Es kommt auch schon mal vor, dass ein Doktorand mit einem kaputten Reaktor vor Roth steht und um Hilfe bittet. „Wenn ich dann ein 50 Cent teures Bauteil an einen 3000 Euro teuren Reaktor baue und ihn damit repariere, ist das ein tolles Gefühl.“ Für die Uni Magdeburg birgt Roths Arbeit großes Potenzial für Kosteneinsparungen. So habe es auch schon mal einen Monat gegeben, in dem er der Uni Einsparungen von rund 11.000 Euro einbrachte. Schlichtweg deshalb, weil keine neuen Behälter oder anderen Konstruktionen gekauft, sondern von Roth repariert wurden. So arbeitet Roth schon mal eineinhalb Stunden an einem großen Quarz-Rohr, um es zu reparieren. „Bisher gab es noch nicht viel, das ich nicht reparieren konnte.“

Zudem sind die speziellen Behältnisse, die vor allem am Chemie-Institut für Forschung und Lehre benötigt werden, oft mit Lieferzeiten von vier bis acht Wochen verbunden. „Bei mir dauert es nur zwei bis drei Wochen“, sagt Roth, der seine Freiheiten genießt, die er hier in seiner Werkstatt im Keller des Gebäudes der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik hat.

 

Aufgewachsen in dem kleinen Örtchen Faulbach, zog Roth mit 16 Jahren für seine Ausbildung nach Wertheim, einem der letzten Glasbläser-Hotspots bundesweit. Bereits beim Probe arbeiten packte ihn die Faszination. „Man hat dieses Glas in der Hand und im nächsten Moment zerläuft es einfach“, beschreibt Roth seine Leidenschaft für den Beruf. „Das hat mich sofort gefesselt.“ So arbeitete der Franke zunächst in der Industrie, bevor er seinen Meister in Hadamar ablegte. Nach Magdeburg kam der Franke über Umwege, denn eigentlich wollte er bei Siemens in Erlangen anfangen. Da der Aufbau einer neuen Großproduktion für Glas dort aber ins Stocken geriet, führte sein Weg an die Uni nach Magdeburg. „Mir gefällt es hier gut, die Menschen sind offen und sehr freundlich“, sagt der Franke, der sich vorstellen kann, länger in Magdeburg zu bleiben. Wenn er einen Wunsch frei hätte, würde er sich eine Erweiterung seiner Werkstatt sowie neue Maschinen wünschen. „Damit wäre noch viel mehr möglich.“

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Glasbläser Dominik Roth bei der Arbeit.
Foto: Maria Kurth
Quelle: Magdeburger Volksstimme vom 22.09.2020

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ContiVir, ein Spin-off des Max-Planck-Instituts Magdeburg, entwickelt erfolgreich einen COVID-19-Impfstoffkandidaten

28.09.2020 -

Für eine schnelle Impfstoffherstellung in großen Mengen: Virusähnliches Partikel (VLP) als Impfstoffkandidat entworfen und hergestellt

Angesichts der aktuellen Pandemiekrise ist der Engpass an Kapazitäten zur Herstellung von Impfstoffen weltweit zu einem ernsthaften Problem geworden. ContiVir, ein Spin-off-Projekt am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, hat jetzt einen virusähnlichen Partikel als COVID-19-Impfstoffkandidaten hergestellt, unter Verwendung eines vollständig hochskalierbaren Systems für die schnelle und effiziente Produktion von Impfstoffen in großen Mengen.

Die Technologien und Verfahren wurden von Dr.-Ing. Felipe Tapia und Dr.-Ing. Pavel Marichal-Gallardo aus der Forschungsgruppe Bioprozesstechnik (Leitung: Prof. Dr.-Ing. Udo Reichl) entworfen.

Die gesamte Pressemitteilung des MPI Magdeburg finden Sie unter; https://www.mpi-magdeburg.mpg.de/pm-corona-impfstoffkandidat?c=3842340

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Letzte Änderung: 18.05.2020 - Ansprechpartner: Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Manuela Dullin-Viehweg