Dr. Barbara Witter

witter  

Dr. Barbara Witter studierte Chemie in Kiel und promovierte an der Universität Hamburg im Bereich Spurenanalytik/Umweltforschung. Heue ist sie als Leiterin der OVG Graduate Academy im Bereich Wissenschaftsmanagement tätig.

Motto: Halte die Augen offen und finde deine Chancen!

 

Werdegang

Studium: 1986-1992 Diplomstudium der Chemie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
2005-2007 Master of Arts in Library and Information Science, Humboldt-Universität zu Berlin
Promotion: 1995 Universität Hamburg
Tätigkeit: 1997 - 1999 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH Magdeburg
2002-2005 Fachreferentin und Leiterin des Bereichs Information/ Lesesaal in der Medizinischen Zentralbibliothek, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
2007-2012 Wissenschaftliche Koordinatorin der IMPRS in Magdeburg, Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg
2014-2018 Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der OVGU
seit 2010 Leiterin der OVG Graduate Academy, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 

Nach dem Abitur hatte ich das Ziel in die Umweltforschung zu gehen. Es gab damals nur sehr wenige spezifische Studiengänge in diesem Bereich, daher entschied ich mich für ein Studium und eine Promotion in Chemie. Nach der Geburt meiner Kinder wollte ich mich gerne aus der aktiven Forschung zurückziehen, jedoch weiterhin wissenschaftsnah arbeiten - so kam ich zum Wissenschaftsmanagement. Heute kann ich in der Graduate Academy daran mitwirken, dass junge WissenschaftlerInnen in Magdeburg sehr gute Rahmenbedingungen finden  

 

Motivation

Am meisten Spaß an meiner Arbeit habe ich, wenn ich junge Leute dabei unterstützen kann ihren eigenen Weg zu finden. Heikel, aber enorm wichtig kann es sein, zur Konfliktlösung zwischen Promovierenden und ihren BetreuerInnen beizutragen. Mit Mediationsmethoden kann ich oft auch in scheinbar verfahrenen Situationen helfen, sodass wieder eine konstruktive Zusammenarbeit und ein erfolgreicher Abschluss der Promotion möglich werden. Das sind die schönsten Erfolgserlebnisse.

 

Voraussetzungen

Beim Wissenschaftsmanagement löst man sich von seiner eigenen Fachrichtung und benötigt einen Blick für das große Ganze. Man arbeitet an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung.
Ich empfehle den Beruf für Menschen, die gerne einen Einblick in die verschiedenen Wissenschaftsbereiche bekommen wollen und jeden einzelnen für seine Besonderheiten anerkennen können. Im Umgang mit sehr verschiedenen Persönlichkeiten bedarf es eines hohen Maßes an Geduld und Feingefühl im zwischenmenschlichen Bereich sowie einer offenen, aber verbindlichen Art.

 

Ratschläge

Man sollte zwar immer einen Plan haben, aber es ist wichtig Augen und Ohren stets offen zu halten und sich bietende Chancen zu nutzen. Gerade jungen Wissenschaftlerinnen empfehle ich, am COMETiN Mentoring-Programm der Universität teilzunehmen, in dem man eine Peer-Group findet und sich ein eigenes Netzwerk in der Wissenschaft aufbaut. Es ist wichtig, dass Schülerinnen früh die ganze Bandbreite möglicher Tätigkeiten für sich entdecken und ihren Interessen folgen. Wir müssen weiter an einer Gender-Mainstreaming-Kultur arbeiten, um deutlich mehr weibliche Vorbilder in Führungspositionen und gerade auch in der Professorenschaft zu haben. Als ich in den 80er Jahren studierte, fehlten solche Rollenmodelle in den Naturwissenschaften fast vollständig. Das ist heute bereits deutlich anders, und das ist gut so.

 

Herausforderungen

When life gives you lemons, make lemonade: Aus jeder verlorenen Chance ergeben sich neue Möglichkeiten. Es ist wichtig, dass man immer nach vorne schaut und diese Möglichkeiten sucht. Auch wenn man etwas verloren hat, sollte man sich nicht fallen lassen und nach anderen Wegen Ausschau halten. Jemand hat mal zu mir gesagt es gibt immer mindestens 3 andere Möglichkeiten.
Eine besondere Herausforderung in meinem Leben war, als mein erster Vertrag nach der Probezeit endete. Damals war das ein großer Schock für mich und ich musste mich komplett neu orientieren. Im Nachhinein gab es mir jedoch die Chance, einen deutlich besseren Arbeitsplatz zu finden.

Letzte Änderung: 19.08.2020 - Ansprechpartner: Dr.-Ing. Nicole Vorhauer-Huget