Dr. Sibylle Schlegel-Kachel

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Frau Dr. Schlegel-Kachel studierte Bioingenieurwesen in Karlsruhe und promovierte 2017 zum Thema „Sorptionsgleichgewicht und Stofftransport von Wasser in Polymer-Protein Schichten“. Nach langjähriger Arbeit im Bereich Produktentwicklung, ist sie heute im Qualitätsmanagement für Silane bei Evonik tätig.

Motto: Ergreife die Chancen, dich sich dir bieten.

Werdegang

Studium:

2002-2008

Studium des Bioingenieurwesens an der Universität Karlsruhe (KIT)

Promotion:

2017

zum Thema „Sorptionsgleichgewicht und Stofftransport von Wasser in Polymer-Protein Schichten“

Tätigkeit:

2005 – 2006

Praktikum am Forschungsinstitut Ifremer in Frankreich zum Thema Biotechnologie der Mikroalgen

2008 – 2013

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am Institut für Thermische Verfahrenstechnik in der Arbeitsgruppe Thin Film Technology

2014 – 2018

Prozess- und Produktentwicklung im Bereich Partikeltechnologie bei Evonik

seit 2019

Qualitätsmanagement für Silane bei Evonik

Ich hatte schon als Kind Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Am Bioingenieurwesen hat mich die interdisziplinäre Ausrichtung mit der Mischung aus Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik gereizt.

Mittlerweile arbeite ich im Qualitätsmanagement. Auch hier ist die Tätigkeit interdisziplinär, der ingenieurwissenschaftliche Hintergrund hilft mir bei der Bearbeitung der technischen Fragestellungen.

Motivation

Während meiner Promotion habe ich die Absorption und den Transport von Wasser in Polymer-Protein Mischungen untersucht. Diese werden in Biosensor Teststreifen für Blutzucker eingesetzt. Das Thema war eine Industriekooperation und hatte die Zielsetzung die Lagerstabilität der Sensoren zu verbessern. Im Projekt habe ich mich mit Filmtrocknung und Diffusion in dünnen Schichten befasst.

In meinem jetzigen Arbeitsgebiet arbeite ich an Qualitätsmanagementsystemen. Ich koordiniere die Einführung neuer Tools und das Change Management und bin bei Audits dabei oder führe selbst welche durch. Außerdem betreue ich Qualitätsmanagement Prozesse in SAP für meinen Bereich.

Mir gefällt der Kontakt mit Menschen und, dass ich Problemen auf den Grund gehen und sie lösen kann.

Für mich persönlich war der Wechsel in die Industrie ein guter Schritt. Ich konnte dort an vielfältigen Projekten arbeiten und enorm viel lernen.

 

Voraussetzungen

In meinem Bereich sind analytische Fähigkeiten und Hartnäckigkeit enorm wichtig. Aber auch eine gewisse Portion Selbstbewusstsein und sich präsentieren können, kann nicht schaden. Dies gilt sowohl für die akademische als auch für die industrielle Welt.

 

Ratschläge

Immer weitermachen, sich von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen und das Beste draus machen.

 

Herausforderungen

Meine Entscheidungen in Bezug auf Studium und Karriere habe ich nie vor dem speziellen Hintergrund getroffen, dass ich eine Frau bin. Auch hatte ich nicht das Gefühl, dass mir deshalb Steine in den Weg gelegt wurden.

Es gibt immer noch weniger Frauen in wissenschaftlichen Fachrichtungen. Um daran etwas zu ändern, gilt es das Selbstbewusstsein von Frauen zu fördern, dass sie diesen Karriereweg meistern können. Vorbilder haben mich da immer inspiriert.

Um mehr Frauen in Führungspositionen zu beschäftigen, finde ich es wichtig, Führung in Teilzeit zu ermöglichen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Dass mehr Männer Elternzeit nehmen, gehört für mich auch zur Chancengerechtigkeit dazu.

 

Letzte Änderung: 24.11.2020 - Ansprechpartner: Dr.-Ing. Nicole Vorhauer-Huget